Wegen Datenleck: Facebook soll Bußgeld in Milliardenhöhe zahlen

Fünf Milliarden Dollar als Bußgeld für ein Leck der Daten von etwa 87 Millionen Nutzern. Einem Insider zufolge ist dies die Einigung zwischen Facebook und der US-Aufsichtsbehörde FTC. Die staatliche Handelskommission untersuchte, ob Facebook mit der Weitergabe von Nutzerdaten an die Analysefirma Cambridge Analytica im US-Präsidentschaftswahlkampf von Donald Trump gegen ein Datenschutz-Gesetz verstoßen hat. Cambridge Analytica war es gelungen Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern abzugreifen, die bei der Präsidentenwahl mutmaßlich missbraucht wurden, um Trump zu unterstützen. Politiker und Regulierer rund um den Globus hatte das alarmiert und zu einer breiten öffentlichen Diskussion darüber geführt, ob Facebook nicht stärker kontrolliert werden müsse. Facebook hat seither versucht, das Vertrauen seiner Nutzer wiederzugewinnen. Noch im April dieses Jahres hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gesagt: „Weil die Welt größer und immer vernetzter wird, brauchen wir mehr denn je einen Sinn für Intimität. Ich glaube daran, dass die Zukunft privat ist. Das ist für uns das nächste Kapitel. Ja, ich weiß, dass viele uns nicht glauben, dass wir es damit ernst meinen. Ich weiß, das wir gerade nicht den besten Ruf in Sachen Privatsphäre haben.” In der Tat sieht die Einigung mit der Behörde auch vor, dass Facebook in den kommenden 20 Jahren stärker von Aufsichtsbehörden überwacht werden soll. Laut dem mit der Angelegenheit betrauten Insider muss die Einigung jetzt noch vom Justizministerium unter Dach und Fach gebracht werden. Weder Facebook noch die Behörde äußerten sich zunächst zu der Angelegenheit.

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