“Geld für Games”-Studie: 15 Prozent der deutschen Jugendlichen, die Computer spielen, sind sogenannte Risiko-Gamer

In Deutschland spielen drei Millionen Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren regelmäßig Computerspiele. Die Studie “Geld für Games” der DAK Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen ergibt nun, dass 15,4 Prozent der Jugendliche als sogenannte Risiko-Gamer gelten. 465.000 aller Jugendlichen zeigen somit ein riskantes oder pathologisches Spielverhalten – und tendieren zur Gaming-Sucht. Indikatoren dabei sind: Sie fehlen öfter in der Schule, geben mehr Geld aus und haben mehr emotionale oder Verhaltensprobleme.

1000 Jugendliche wurden befragt

Für die repräsentative Studie hat das Forsa-Institut 1000 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren befragt. Eine Neuheit stellte dar, dass in dieser Studie nicht die Suchtgefahr, sondern auch die Ausgaben für die Spiele und Extras untersucht wurden. Dabei gab jeder vierte Risiko-Gamer an, am Wochenende fünf Stunden und mehr pro Tag zu spielen. Einige Risiko-Gamer geben in einem halben Jahr bis zu 1000 Euro für die Spiele und Extrakäufe aus.

15,4 Prozent der Gamer zeigen ein riskantes oder pathologisches Spielverhalten. Damit sind 465.000 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren als Risiko-Gamer einzustufen. Davon sind 79 Prozent männlich. 3,3 Prozent der Betroffenen zeigen darüber hinaus eine Computerspielabhängigkeit mit Entzugserscheinungen, Kontrollverlusten oder Gefährdungen auf.

Exzessives Spielen führt zu Problemen

Das exzessive Spielen kann zu Schulproblemen führen. Der Studienleiter und Suchtexperte Professor Dr. Rainer Thomasius sagt: “Elf Prozent der Risiko-Gamer fehlen innerhalb von einem Monat eine Woche oder mehr in der Schule oder Ausbildung. Das ist etwa drei Mal häufiger als bei unauffälligen Spielern.“ Darüber hinaus wurde herausgefunden, dass die Betroffenen mehr emotionale oder Verhaltensprobleme haben. 21 Prozent der Risiko-Gamer geben an, viele Sorgen und Ängste zu haben. Im Gegensatz dazu berichten davon nur sechs Prozent der unauffälligen Spieler. Unterschiede lassen sich auch bei der Konzentration, motorischer Unruhe und aggressivem Verhalten erkennen.

90 Prozent aller Jungen und 50 Prozent der Mädchen spielen Computerspiele

Laut der Studie spielen 72,5 Prozent der Jugendlichen regelmäßig Computerspiele wie zum Beispiel Fortnite, FIFA oder Minecraft. Dabei spielen 90 Prozent aller Jungen und rund 50 Prozent der Mädchen. Als Hauptgrund des Spieles nennen fast alle der befragten Jugendlichen „Spaß“.

Als Konsequenz der Studie fordert die DAK ein Verbot von Glücksspielelementen in Computerspielen, die dazu anreizen, das Spielen immer weiter fortzuführen. Außerdem sollen Warnhinweise mit Spielzeiten und Ausgaben platziert werden. Die Krankenkasse will ihre Prävention und Aufklärung in diesem Sinne verstärken.

Quelle“Geld für Games”-Studie 

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