Keine tierischen Produkte: Veganer ernähren ihre Kinder häufig ebenfalls vegan – doch wie gesund ist das?

Viel Gemüse und Obst gelten als gesund – aber kann eine vegane Ernährung Kindern auch schaden? Veganer verzichten auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und Honig. Etwa 1,3 Millionen Deutsche leben vegan. Die Tendenz ist steigend. Sind die Eltern Veganer, ernähren sie meistens auch ihre Kinder ohne tierische Produkte. Vegane Ernährung ist verantwortungsvoll gegenüber Tieren. Allerdings kann sie Kindern schaden. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung lehnt die vegane Ernährung bei Kindern ab:

“Für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird eine vegane Ernährung von der DGE nicht empfohlen.”

Einige Vitamine und Nährstoffe befinden sich nur in tierischen Produkten: Vitamin B12, das für die Entwicklung des Hirn- und Nervensystems zuständig ist, gehört dazu. Auch Zink, Eisen und Kalzium können bei einer rein pflanzlichen Ernährung zu kurz kommen. Die deutsche “VeChi”-Studie, im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, ermittelt Daten zu veganer und vegetarischer Ernährung bei Kindern. Erste Ergebnisse zeigen, dass Wachstumsverzögerung und Nährstoffmangel Folgen von veganer Ernährung bei Kindern sein können. Untersucht wurden bisher 364 Kinder im Alter von einem bis drei Jahren. Zehn Prozent der vegan ernährten und sechs Prozent der vegetarisch ernährten Kinder waren zu klein für ihr Alter. Die Ergebnisse sind aufgrund der geringen Teilnehmerzahl nicht repräsentativ, unterstreichen jedoch die Meinung vieler Experten. Umfangreiche Ergebnisse der Studie sollen bis 2020 vorliegen.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.Vegetarian and Vegan Children Study

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